Der Lockdown in Folge der Corona-Pandemie hat auch die Metallurgie an der Montanuniversität Leoben vor große Herausforderungen gestellt.
Die Lehre wurde innerhalb einer Woche auf „Distance Learning“ umgestellt. Vorlesungen wurden on-line oder als aufgezeichnete Vorlesungen angeboten. Seminare und Übungen wurden ebenfalls on-line abgehalten und Laborübungen in die Sommermonate verlegt. Alle geplanten Lehrveranstaltungen wurden auch abgeschlossen, um jede Verzögerung im Studium unserer Studierenden zu vermeiden.
Auch Einzelprüfungen, Masterprüfungen und Rigorosen wurden und werden on-line abgehalten. Mittlerweile sind Präsenzprüfungen in Kleingruppen möglich und so bietet beispielsweise der Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie über die Sommerferien nicht weniger als dreizehn Prüfungstermine an. Der Berufseinstieg verlief für unsere Absolventinnen und Absolventen weitgehend ungestört.
Viele Unternehmen haben zugesagte Ferialpraxisplätze für die Sommermonate storniert. Für einen Teil der Studierenden konnten Ferialjobs gefunden werden und auch die Lehrstühle der Metallurgie beschäftigen Ferialpraktikanten.
Ende September werden wieder akademische Feiern für unsere Absolventinnen und Absolventen stattfinden.
Für den Herbst rechnen wir mit einem Normalbetrieb und freuen uns darauf, unsere Studierenden in den Hörsälen wiederzusehen, nur in Einzelfällen werden wir auf die Kombination von Präsenz- und Distanzlehre zurückgreifen.
Mit dem Lockdown waren auch die Laboreinrichtungen für rund sechs Wochen nicht verfügbar. Anfang Mai begann eine schrittweise Normalisierung und seit Juni befinden sich die Labors wieder im Vollbetrieb. Der Zeitverzug im Ablauf von Projekten konnte mittlerweile aufgeholt werden und die meisten haben die Zeit des Lockdown für das Schreiben von Publikationen genutzt. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage vieler Unternehmen laufen Forschungsprojekte wie geplant und es konnten sogar neue Projekte gestartet werden.
Die Rückmeldungen unserer Studierenden sind ausnahmslos positiv, eine starke Leistung aller in der Lehre engagierten Kolleginnen und Kollegen.












“Lockdown, homeoffice, geschlossener Kindergarten (Sohn 4J), geschlossene Krippe (Tocher, 3J) und eine Partnerin, die in ihrem Beruf nicht vom Lockdown betroffen war: Eine spannende und intensive Zeit, welche mir die alltägliche Mehrfachbelastung der Mutter schonungslos aufzeigte. Meinen Arbeitsplatz/Büro habe ich wirklich vermisst, zumal anstrengende Videokonferenzen keine „Videospiele“ sind – auch wenn es die Kinder gerne so hätten. Die Arbeit verlagerte sich sehr in die Nachtstunden und dank intensivem tele-working mit den Kollegen konnte am Ende der Lockdown Zeit erfolgreich ein Projektantrag für ein neues großes K2-Projekt (“Advanced Casting Quality Prediction Systems for predicting the quality of continuous cast slabs and of heavy steel castings” (CastingQPS)“ eingereicht werden.”
