Einfluss oxidierender Bedingungen auf die Heißduktilität von Ni- und Cu-haltigen Stählen in Bezug auf die Oberflächenrissbildung beim Stranggieße

Einfluss oxidierender Bedingungen auf die Heißduktilität von Ni- und Cu-haltigen Stählen in Bezug auf die Oberflächenrissbildung beim Stranggieße

Die Bildung von Oberflächenrissen im Stranggießprozess am vergossenen Halbzeug kann zu massiven Qualitätsproblemen führen. Es erfordert eine Nachbearbeitung oder im schlimmsten Fall eine Verschrottung des vergossen Materials.

Das Zulegieren von Nickel und Kupfer führt oft bereits ab geringen Gehalten (bis 1,5%) zur deutlichen Erhöhung der Rissneigung beim Stranggießen. Dabei wird der Hochtemperaturoxidation eine wichtige Rolle zugeschrieben. Vorschädigungen durch selektive Hochtemperatur-Korngrenzenoxidation können während des Stranggießens eine Rissbildung im kritischen Temperaturbereich erleichtern. Ni kann die Bildung dieser Defekte fördern und deren Wirkung verstärken. Die negative Wirkung von Cu kann einerseits auf die mögliche Bildung von niedrigschmelzenden Phasen und deren Eindrigen an den Korngzenzen, andererseits durch die Cu2S-Ausscheidungsbildung zurückzuführen sein.

Im Zuge der Arbeit soll der Einfluss von Ni und Cu auf die Ausbildung von selektiver Korngrenoxidation und dessen Auswirkung auf die Oberflächenrissbildung an Brammenproben untersucht werden. Die dafür zu verwendende Methode ist der Heißbiegeversuch (IMC-B Test). Die Experimente werden unter inerter und oxidierender Atmosphäre durchgeführt. Die Testtemperaturen belaufen sich auf 750°C bis 1050°C. Die Proben werden metallografisch hinsichtlich Oxidaton und Rissbildung untersucht.

Advisors

Christian Bernhard

Ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont.
Vice-Head of Institute - Secondary Metallurgy and Casting

Roman Krobath

Dipl.-Ing. Dr.mont.
Surface Defect Formation in Continuous Casting
Melting/Casting Lab and Heat Treatment
2020-05-18T14:43:18+02:00