Datenbasierte Analyse und Bewertung des VOD Prozesses anhand realer Betriebsdaten

Datenbasierte Analyse und Bewertung des VOD Prozesses anhand realer Betriebsdaten

Samuel Pfusterer

Nr.: 183

Kurzbeschreibung

Während des Herstellungsprozesses nichtrostender und hochlegierter Stähle muss Kohlenstoff aus einer chromhaltigen Schmelze entfernt werden, ohne dabei Chrom selbst im übermäßigen Ausmaß zu oxidieren. Der Vacuum Oxygen Decarburization (VOD) Prozess nutzt hierzu die Kombination aus Sauerstoffblasen, Vakuum und Rührgas. Neben der eigentlichen Entkohlung haben insbesondere die Sauerstoffnutzung, die Oxidation von Legierungselementen, die Schlackenbildung und anschließende Schlackenreduktion einen wesentlichen Einfluss auf Prozesszeit, Materialverbrauch, Temperaturhaushalt und damit auf die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprozesses. Reale Produktionschargen zeigen dabei teilweise erhebliche Unterschiede.
Ziel ist daher, diese Unterschiede anhand von Betriebsdaten quantitativ zu erfassen und die wesentlichen Einflussgrößen für einen stabilen und wirtschaftlichen VOD-Prozess zu identifizieren. Dafür stehen Betriebsdaten von rund 60 realen VOD-Chargen zur Verfügung. Durch eine systematische Analyse sollen besonders erfolgreiche Chargen identifiziert und mit weniger erfolgreichen Chargen verglichen werden. Dabei soll untersucht werden, welche Prozessbedingungen und Fahrweisen zu niedrigen Materialkosten, kurzen Behandlungszeiten und einem günstigen Temperaturhaushalt führen. Auf dieser Basis sollen konkrete Ansatzpunkte abgeleitet werden, um den VOD-Prozess zukünftig stabiler, reproduzierbarer und wirtschaftlicher zu betreiben.

Advisors

Susanne Michelic

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont.
Head of Chair
Inclusion Metallurgy and Metallographic Lab
Head of Christian Doppler Laboratory for Inclusion Metallurgy in Advanced Steelmaking

Daniel Ernst

Dipl.-Ing. Dr.mont. - Hydrogen Plasma Smelting Reduction
2026-10-07T11:26:40+02:00
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