
Thomas Angerer
Nr.: 181
Kurzzusammenfassung der Arbeit
Direktreduktionsanlagen spielen eine entscheidende Rolle bei der Dekarbonisierung der Stahlindustrie. Aktuell werden hauptsächlich qualitativ hochwertige Erze in diesen Prozessen verwendet. Das resultierende „Direct reduced iron“ (DRI) dient größtenteils als Schrottersatz im Elektrolichtbogenofen (EAF). Da allerdings die Mehrheit des Erzmarkts von mittleren bis niedrigen Qualitäten dominiert ist, werden auch diese Erze vermehrt in Direktreduktionen zum Einsatz kommen. DRI aus mittleren bis niedrigen Erzqualitäten kann aufgrund erhöhter Schlackenmengen nicht mehr im EAF verarbeitet werden, wodurch es eine alternative Möglichkeit bedarf. Der sogenannte „Electric Smelting Furnace“ (ESF) soll mittel bis niedrig qualitatives DRI zu Roheisen und Schlacke verarbeiten. Letzteres soll ähnlich zur Hochofenschlacke Anwendung in der Zementherstellung finden.
Da dieser Prozess noch nicht in der Eisen- und Stahlmetallurgie etabliert ist, müssen entscheidende Prozess- und Anlagencharakteristika erprobt und festgelegt werden. Darunter fällt vor allem die Auswahl des Feuerfestmaterials für die Auskleidung des Ofens.
Advisors

Susanne Michelic
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont.Head of Chair
Inclusion Metallurgy and Metallographic Lab
Head of Christian Doppler Laboratory for Inclusion Metallurgy in Advanced Steelmaking


